Kapern

Von Blütenknospen und Kaperngurken
Der dornige Kapernstrauch gehört zur Familie der Kaperngewächse (Capparidaceae), er wird etwa einen Meter hoch.
Die Kapern (Capparis spinosa L.), die man als Gewürz kennt, sind nichts anderes als die Blütenknospen des Strauchs. Ursprünglich stammt der Kapernstrauch wahrscheinlich aus den Trockengebieten West- und Zentralasiens. Kapern wachsen heute nahezu überall im Mittemeerraum wild und werden in Frankreich, Spanien, Algerien und Griechenland in Plantagen kultiviert.
Gewürzform
Die Blütenknospen des Kapernstrauchs werden unmittelbar vor dem Erblühen geerntet und in Öl, Salzlake oder Essig eingelegt. Zumeist abgefüllt in Gläsern kommen Kapern in Bio-Qualität bei uns in den Handel.
Seltener findet man auch die Früchte des Kapernstrauchs (franz.: cornichon de câpres "Kaperngurke") im Handel. Sie werden auf die gleiche Weise eingelegt, allerdings ist ihr Geschmack viel intensiver.
Geschmack
Der Geschmack von Kapern wird oft als angenehm pikant beschrieben. Sie haben ein frisch-herbes Aroma, sind scharf und zuweilen leicht bitter. Die Art des Einlegens (Öl, Salzlake oder Essig) hat dabei einen gewissen Einfluss auf das jeweilige Aroma.
Gerichte
Der Klassiker unter den Kaperngerichten sind die Kapernsauce, die gut zu Fleischgerichten passt, und die Königsberger Klopse.
Auch zum Würzen von Fischgerichten mit pikanter Note sind Kapern eine gelungene Variation.
Ebenso kann man Kapern dem Hühnerragout beimengen oder ein paar von ihnen über frische Salate streuen.
Tipp!
Trockene Kapern verlieren schnell an Aroma, deswegen werden sie eingelegt. Am würzigsten sind die in Essig eingelegten Blütenknospen.
