Kümmel

Karl der Große mochte den Kleinen
Der Kümmel (Carum carvi L.) gehört botanisch betrachtet zur Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceae).
Er ist eine zweijährige Pflanze, die zwischen 60 und 100 Zentimetern hoch wird.
Kümmel ist ein echter Ubiquist - es gibt ihn nahezu überall auf der Erde. Seine ursprüngliche Heimat war in Europa und Teilen Asiens, von wo aus er sich bereits vor mehreren Tausend Jahren ausbreitete. Karl der Große schrieb bereits 812 den Anbau von Kümmel für seine Maierhöfe vor.
Wichtige Anbaugebiete für Kümmel sind heute: Südfrankreich, Holland, Großbritannien, Deutschland, Österreich und Schweden. Auch im eigenen Kräutergarten lässt sich Kümmel problemlos kultivieren.
Gewürzform
Üblicherweise werden die getrockneten Samen (botanisch korrekt: Früchte) als Gewürz verwendet. Bio-Kümmel wird im Handel ganz oder in gemahlener Form angeboten.
Geschmack
Kümmel hat ein für ihn typisches Aroma und schmeckt kräftig-würzig. Er erinnert ein wenig an Anis und verleiht Speisen einen charakteristischen Geschmack.
Das aus den Früchten gewonnene aromatische Kümmelöl dient als Geschmacksstoff für zahlreiche Spirituosen.
Gerichte
Kümmel ist als Gewürz sehr vielseitig. Sein ausgeprägt würziges Aroma verleiht vor allem Brot und Backwaren einen herzhaften Beigeschmack.
Deftige Fleischgerichte vertragen mitunter viel Kümmel, aber Vorsicht: der beißend-würzige Geschmack ist nicht jedermanns Sache.
In Sauerkraut, Krautsalat und Kohlgerichte gehört Kümmel einfach hinein, aber auch geschmorte Champignons erhalten durch Zugabe von Kümmel ein vollmundiges Aroma.
Tipp!
Kümmel entfaltet sein Aroma am besten, wenn man ihn mitkocht.
Wenn man ihn in ein Teeei gibt und im Dampf mitgart (z.B. bei gedünsteten Erdäpfeln), kann man den Kümmel als Würze wie Salz und Pfeffer separat zum Gericht servieren.
