Koriander

Der deutsche Name Wanzenkümmel leitet sich vermutlich von der griechischen Übersetzung ab.
Koriander (Coriandrum sativum L.) gehört botanisch zur Familie der einjährigen Doldenblütengewächse (Apiaceae) und erreicht eine Wuchshöhe von etwa 60 Zentimetern. Seinen Namen bekam er von den Griechen, die ihn wohl wegen des einprägsamen Geruchs seiner Blätter als Wanzenkraut bezeichneten.
Koriander ist eines der ältesten Gewürze. Er wird schon in alten Sanskritschriften und Bibeltexten erwähnt; bei Ausgrabungen jungsteinzeitlicher Kulturen fand man Koriandersamen.
Ursprünglich stammt der Koriander aus dem östlichen Mittelmeergebiet. Heute wird Koriander vorwiegend in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Deutschland, Marokko und Indien kultiviert. Die Pflanze ist anspruchslos und kann an einem sonnigen Platz auch im eigenen Garten angebaut werden.
Gewürzform
Am gebräuchlichsten ist die Verwendung der getrockneten Samenkörner (botanisch korrekt: Früchte) des Korianders. Koriandersamen in Bio-Qualität werden ganz oder gemahlen im Handel angeboten.
Daneben finden auch die frischen Blätter und die Wurzeln des Korianders als Gewürz Verwendung.
Geschmack
Koriandersamen haben einen angenehm würzigen Geruch und schmecken nussig-würzig mit für den Koriander typischer süßlicher Schärfe.
Die Verwendung der frischen Blätter als Gewürz ist vor allem in der asiatischen und südamerikanischen Küche üblich. Viele Europäer empfinden das Aroma von frischen Korianderblättern als unangenehm. Doch die Fangemeinde innerhalb Europas wächst - Korianderblatt-Liebhaber beschreiben den Geschmack der frischen Blätter als frisch-würzig, dem Salbei ähnlich.
Gerichte
Koriander ist ein Hauptbestandteil vieler Brot- und Wurstgewürzmischungen. Er eignet sich besonders zum Würzen von weihnachtlichem Lebkuchengebäck.
Aber auch als Geschmacksnuance für vollmundige Rahmsoßen zu Wildgerichten oder Hirselaibchen ist Koriander bestens geeignet.
Geradezu klassisch setzt man Koriander als abrundendes Gewürz bei Kohlgerichten ein. Hier entfaltet er seine wohltuende Wirkung und nimmt der aufgewühlten Verdauung den Wind aus den Segeln.
Koriander ist übrigens auch für die Herstellung vieler Kräuterliköre unentbehrlich.
Tipp!
Koriander verliert sein Aroma beim Erhitzen sehr schnell. Er sollte daher erst kurz vor der Fertigstellung des Gerichtes hinzugefügt werden.
